CREEKERS - Thriller (German Edition) by Lee Edward

CREEKERS - Thriller (German Edition) by Lee Edward

Autor:Lee, Edward [Lee, Edward]
Die sprache: deu
Format: epub, mobi
ISBN: 9783865522733
Herausgeber: Festa
veröffentlicht: 2012-09-24T22:00:00+00:00


SIEBZEHN

PHIL PARKTE gut eine Viertelmeile entfernt hinter dem Qwik-Stop und trabte durch den Wald zum Revier. Eine extreme Vorsichtsmaßnahme vielleicht, aber eine notwendige. Nun, da er sich unter die Einheimischen mischte, konnte er nicht riskieren, dass sein Auto auch nur in der Nähe des Reviers gesehen wurde. Sicher, er hätte Mullins anrufen können, aber …

Das reicht nicht, dachte er, als er das alte Gefängnis passierte und über den Hof lief.

Das muss unter vier Augen erledigt werden.

Phil mochte keine losen Enden.

Es war kurz nach neun Uhr morgens, als er durch die Hintertür schlüpfte. Wie üblich schenkte Mullins sich gerade eine Tasse seiner ekelhaften Koffeinbrühe ein und kaute gleichzeitig Tabak.

»Na sieh mal, wen die Katze da hereinschleppt.« Mullins kicherte. »Weißt du was, Phil? Du siehst allmählich aus wie der geborene Redneck. Vielleicht bringt diese Undercover-Sache dein wahres Ich zum Vorschein.«

»Bei Gott, das hoffe ich nicht!«, entgegnete Phil, aber er wusste, was Mullins meinte. Er trug Stiefel, alte Jeans und ein Flanellhemd, außerdem hatte er sich seit zwei Tagen nicht mehr rasiert. Um seine Rolle überzeugend zu spielen, musste er entsprechend aussehen.

»Wie kommt’s, dass ich es immer sofort merke, wenn du angepisst bist?«, fragte Mullins. »Du musst nicht mal was sagen. Ich seh’s dir sofort an.«

Phil setzte sich. »Wissen Sie, was ich heute Morgen gemacht habe, Chief?«

»Hm, lass mich raten …«

»Lassen Sie’s. Ich habe das Personalbüro der Polizei von Fairfax angerufen. Außerdem das Department von Montgomery County. Keiner von denen hat jemals etwas von North oder Adams gehört. Sie haben nicht mal Bewerbungen eingereicht.«

»Ach herrje.« Mullins setzte sich hinter seinen Schreibtisch. Sein Wanst dehnte sein Hemd bis an die Grenzen der Belastbarkeit.

»Warum haben Sie mich angelogen, Boss?«

Mullins ließ die Anschuldigung sacken. »Ich würd’s nicht direkt eine Lüge nennen. Nennen wir es doch …«

»Was? Eine taktische Umgehung der Fakten?«

»Och ja. Das klingt gut. Gefällt mir irgendwie. ›Eine taktische Umgehung der Fakten‹. Du hast eine feine Art, dich auszudrücken, Phil.«

»Scheiß auf meine Ausdrucksweise!«, sagte Phil. »Wieso haben Sie mir erzählt, North und Adams wären in besser bezahlte Jobs gewechselt?«

Mullins stieß einen tiefen Seufzer aus. »Weil ich dich brauchte, Phil. Diese Drogenscheiße lässt die ganze Stadt vor die Hunde gehen und ich bin der verfluchte Hundefänger. Du hättest den Job vielleicht nicht angenommen, wenn ich dir direkt erzählt hätte, warum die beiden wirklich weg sind.«

»Dann sagen Sie’s mir jetzt. Was ist mit ihnen passiert? Sind sie tot?«

»Tot?« Mullins sah ihn mit offenem Mund an. »Nein, sie sind nicht tot, aber sie sind verdammt sicher nicht hier. Die Sache wurde ihnen zu heiß, also haben sie das Handtuch geworfen. Haben ihre Marken abgegeben und sich aus dem Staub gemacht.«

Phils Lächeln verbarg seinen Hohn nicht. »Kommen Sie, Chief. Die ganze Geschichte.«

»Also gut. North und Adams hatten schon ein paar Monate an der PCP-Sache gearbeitet. Dann bekamen sie einen Hinweis auf Natters Labor, also haben wir drei es eines Nachts überprüft. Man sagte uns, das Labor befinde sich in den Hügeln hinter Hockleys Sumpf.«

»Wer hat Ihnen das erzählt?«

»Sagen wir, es war ein anonymer Hinweis.«

»Okay. Was ist passiert?«

Mullins zuckte plötzlich zusammen wie bei einer bösen Erinnerung.



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